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Fett Kohle

von Dorit Linke

Laudatio der Jury für die Preisträgerin 2015

Sehr geehrte Frau Linke, 

wir von den Autoren-Entdeckern haben 27 Buchanfänge bekommen und von jedem Anfang 7% gelesen. Wir haben zusammen überlegt, was uns an Büchern gut gefällt und einen Fragebogen erstellt. Damit haben wir alle 27 Buchanfänge bewertet. Die Illustrationen waren dabei abgeklebt, so dass wir nur über den Text entschieden haben.

In der ersten Wahlrunde erreichte Ihr Buch "Fett Kohle"  schon den ersten Platz. Zwischen "Agathe Bond" von Kerstin Rottland, "Johnny Bonk und Rocketboy" von Miriam Mann und "Seeland" von Anne Ruhe gab es ein spannendes Stechen, bevor "Fett Kohle", "Agathe Bond" und "Johnny Bonk und Rocketboy" als Sieger der ersten Runde feststanden. Diese drei Bücher haben wir dann komplett gelesen.

Aus der zweiten Wahl ging "Fett Kohle" mit 40 Punkten als klarer Gewinner hervor. „Agathe Bond“ kam mit 28 Punkten auf den zweiten und „Johnny Bonk und Rocketboy“ mit 22 Punkten auf den dritten Platz.  

Ihr Buch „Fett Kohle“ hat uns besonders gut gefallen, weil es realistisch geschrieben ist. Alles, was passiert, könnte auch in echt passieren. Das Buch spielt innerhalb von acht Tagen. Man könnte das Buch auch in acht Tagen durchlesen. Es hat sehr viel Handlung und ist schön aufgebaut.

Sehr spannend ist, dass Niklas darin eine Tasche mit sehr viel Geld findet, von einem Banküberfall. Gangster hatten die Tasche in einen Container geworfen. Zusammen mit seinem Freund Felix wird Niklas von den Gangstern verfolgt. Die Gangster sind richtig gut dargestellt. Niklas ist ein Junge, der nicht gut in der Schule ist, aber selbstbewusst. Felix ist cool, schlau und hat gute Ausreden. Es kommt zu einer Verfolgungsjagd, wo Niklas und Felix mit Skateboards kiten. Das war so aufregend, dass wir uns manchmal richtig an dem Buch festgekrallt haben.

Wir fanden gut, dass mit Murat und seinem Umfeld arme Verhältnisse beschrieben werden und es nicht um reiche Kinder geht. Murat hatte auch eine so witzige Sprache und war richtig cool und auch ein bisschen blöd, weil er sich die ganze Zeit nur für das I-phone 5 interessiert, das er sich von dem Geld kaufen möchte.

Witzig war auch das Handy des armen englischen Auswanderers George, in das er auf Englisch spricht und auf dem die Übersetzung auf Deutsch angezeigt wird. 

Kaminski, der Lebensgefährte der Mutter, hat einen richtig witzigen Namen. Lustig war auch, dass seine Rechtschreibung total falsch war und er nur „Bier“ richtig schreiben konnte. Auch wenn es um etwas Ernstes geht – er ist ein Säufer – mussten wir beim Lesen oft losprusten.

Wir finden es toll, dass Sie es geschafft haben, ein so lustiges Buch fertig zu schreiben. 

Am Ende hat uns gut gefallen, dass die drei Hauptpersonen von einem Reporter interviewt werden, weil sie sonst ja ganz unbedeutend sind.  

Es gibt einen Cliffhanger am Schluss, der uns zum Schmunzeln gebracht hat. Man könnte auch denken, dass es vielleicht eine Fortsetzung gibt. Die würden wir gerne lesen!

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